Sieglosigkeit hält weiter an
Die Sieglosigkeit der Saerbecker hält weiter an. Gegen den Aufsteiger aus Raesfeld reichte es für 'sieben' Saerbecker nur zum 4-4.
Ein doppelter Punktgewinn war wieder drin!
Zu Beginn des Kampfes gestalteten sich die Stellungen positiv für die Saerbecker. Man kam mit Weiß in Vorteil und ein Großteil der Schwarzspieler konnte ihre Stellung in der Eröffnung ausgeglichen gestalten. Umso überraschender kam die Niederlage von Matthias Kleinwächter. Er übersah nach einer Abtauschkombination einen tödlichen Angriff des Gegners.
Manfred Schröter konnte zunächst einen leichten Vorteil aus der Eröffnung mitnehmen. In der Folge gelang es seinem Gegner aber, die Stellung auszugleichen, sodass Schröter remis anbot.
Ralf Lutterbey am achten Brett opferte wie gewohnt in der Eröffnung einen Bauern für aktives Figurenspiel und Entwicklungsvorteil. Sein Gegner gestaltete die Partei daraufhin zu passiv, sodass Ralf entscheidend in Materielvorteil kam.
Andreas Fischer kam zunächst mit den schwarzen Figuren relativ leicht in eine ausgeglichene Stellung. Einen groben Fehler seines Gegners im 13. Zug nutzte er nicht mit dem besten Zug aus, was wohl die direkte Aufgabe zur Folge gehabt hätte. So konnte der Gegner noch mitspielen und es gelang ihm Fischers König offenen zu legen und einen gefährlichen Freibauern zu bilden. Fischer verlor dann scheinbar ganz die Übersicht und verspielte die immer noch vorhandene Remis-Stellung. Eine unnötige und ob des Partieverlaufs nicht eingeplante Niederlage.
Sehr schöne Partien spielten Reinhard Hoge und Eike Hegemann. Hoge kam aus der Eröffnung heraus schnell in Ausgleich und erspielte sich leichte eine bessere Stellung. In Folge verirrte sein Gegner sich mit seinem Springer und konnte diesen nicht mehr retten. Das Endspiel war dann ein Leichtes für den Saerbecker - schön ist hier zu bemerken, dass er den Turm des Gegners mit seinem Läufer aussperrte, sodass dieser gar nicht mehr ziehen konnte.
Hegemann spielte aus der Eröffnung heraus auf den Königsangriff. Sein Gegner konnte zunächst gut parieren und hätte vielleicht an einer Stelle auch in leichten Vorteil kommen können. Er übersah dies und ließ Hegemann zu einem entscheidenen Angriff kommen, der den Gegner die Dame gegen Turm und Leichtfiguren kostete. Später konnte Hegemann die exponierte Stellung des schwarzen Königs zum Mattangriff nutzen.
Lucas Kipp am ersten Brett verkörpert in dieser Saison den "Strohmann" mit beachtlicher Spielstärke. Gesundheitlich geschwächt gelang es ihm auch diesmal nicht, etwas zählbares - einen einen zugegebener Maßen starken Gegner - mitzunehmen. Aufgrund der guten Partieanlagen auch in den Runden zuvor geht er aber guten Mutes in die verbleibenden Runden.
Beim stand von 3,5-3,5 lag es nun an Jens Waltermann, die Niederlage zu verhindern. Waltermann beherrschte in der Eröffnung seinen Gegner und hatte eine vorteilhafte Stellung, zudem drohte sein Gegner in Zeitnot zu kommen. Leider spielte Jens genau in dieser Phase nicht genau genug und vergab den Vorteil. Im Endspiel musste er ums remis kämpfen, doch nach über 4,5 Stunden Spielzeit war das remis perfekt. Endstand 4-4.
Saerbeck muss nun dringend in den nächsten Runde (weiter) punkten, um aus dem Tabellenkeller ins hintere Mittelfeld vorrücken zu können. Andernfalls droht der erste Abstieg aus der VL seit der Saerbecker Zugehörigkeit.