Sieg verspielt - nur 4-4 gegen SV Heiden
In der vierten Runde der VL kam die erste Mannschaft zu ihrem ersten Punktgewinn in der Verbandsliga gegen den SV Heiden. Allerdings wurde ein Punkt verspielt, ein Sieg wäre möglich und auch verdient gewesen. Die Saerbecker traten erstmals in Bestbesetzung an.
Der Kampf begann mit einem für VL-Verhältnisse seltenen Paukenschlag. Reinhard Hoge gelang es seinen Gegner nach gut einer halben Stund und ca. 20 Zügen zu schlagen. Hoge bot seinem Gegner einen "vergifteten" Bauern an, den dieser sich sorglos einverleibte. Die Folge war ein unvermeidbarer Damenverlust oder das Matt.
Matthias Kleinwächter am siebten Brett spielt in der Eröffnung ungenau. Er hatte eine schlechtere Stellung als sein Gegner ihm remis anbot. Kleinwächter nahm ohne zu zögern an.
Ralf Lutterbey am achten Brett spielte wie gewohnt weit abseits aller Theoriepfade und vernachlässigte dabei die Entwicklung seiner Figuren. Sein Gegner konnte dies ausnutzen und gewann eine Figur woraufhin Lutterbey aufgab.
Jens Waltermann am vierten Brett konnte gelang es mit Schwarz die Stellung ausgeglichen zu gestalten. Es gelang ihm "optisch" besser zu stehen. Sein Gegner bot ihm remis an - auch in dem Glauben, dass die Partie am sechsten Brett von Manfred Schröter remis werden würde. Waltermann nahm das Angebot in akuter Zeitnot an.
Manfred Schröter an Brett sechs gewann zunächst einen Bauern. Als er diesen scheinbar wieder verlor und die Stellung remis zu werden drohte hatte er eine schöne taktische Finesse im Köcher. So gelang es ihm im Endspiel einen Turm des Gegners zu gewinnen. Nachdem er erfolgreich verhinderte, dass sein Gegner zu Dauerschachs kommen könnte gab dieser auf. So stand es 3-2 bei noch drei laufenden Partien, von denen eine für Saerbeck klar besser stand, eine weitere mindestens remis sein sollte. Ein Sieg war also drin.
Lucas Kipp am ersten Brett gelang es aus der Eröffnung heraus eine gute Stellung zu erhalten, in der er Spannungen und Drohungen aufstellen konnte. Er opferte kurzzeitig einen Bauern um seine aktiven Figuren noch besser zu stellen. Beim Übergang ins Endspiel kurz vor der Zeitnotphase bot sein Gegner ihm remis. Kipp lehnte dieses ab - er wollte seine bessere Stellung gewinnen. (Ein remis hätte den Mannschaftskampf gewonnen, da Andreas Fischer zu diesem Zeitpunkt klar besser Stand). Vor diesem Hintergrund ist es um so ärgerlicher, dass Kipp in akuter Zeitnot die wohl einzige taktische Chance seines Gegners übersah und völlig entgeistert aufgeben musste. Dieser Schock muss erstmal verdaut werden.
Andreas Fischer am 5ten Brett spielte von der Eröffnung an nur auf ein Tor. Es gelang ihm seinen Gegner regelrecht einzuschnüren, so dass dieser kaum Platz für seine Figuren hatte. Der zunehmende Druck schlug sich dann auch zahlenmässig nieder - Fischer gewann drei Bauern die er sicher im Endspiel verwerten konnte. Somit stand es 4-3.
Eike Hegemann am zweiten Brett musste daher ein remis erreichen für den Mannschaftssieg. Hegemann konnte relativ gut aus der Eröffnung heraus kommen, er stand zwar etwas defensiv gedrückt, hatte aber zunächst ernsthaften Probleme in seiner Stellung. Seinem Gegner gelang es aber, den Druck stetig zu erhöhen. So verlor Hegemann zunächst einen Bauern und musste sich schließlich im Endspiel nach über 4 Stunden Spielzeit geschlagen geben. Das Endergebnis von 4-4 war somit hergestellt.
Insgesamt war es ein unglücklicher Punktverlust. Die Saerbecker blicken dennoch zuversichtlich dem nächsten Heimspiel am 07.01.12 gegen die SG Turm Raesfeld/Erle entgegen.