3-5 gegen Nienberge - Saerbecker Negativserie hält an
Die Negativserie der ersten Mannschaft in der Verbandsliga hält an. Nach zwei Auswärtsniederlagen (3-5 gegen SC Bocholt und 3-5 gegen SK Ost-/Westbevern) gab es im ersten Heimspiel der Saison gegen SC Nienberge erneut eine 3-5 Niederlage. Dabei mussten die Saerbecker erneut mit dem Ausfall von Manfred Schröter einen Stammspieler ersetzen. An allen Brettern entwickelten sich zunächst spannende, interessante Partieverläufe.
Matthias Kleinwächter (Brett 6) gelang es dabei nicht, aus seinem Anzugsvorteil Profit zu schlagen und remisierte darauf hin mit seinem Gegner. Überraschen für alle kam dann die Niederlage von Reinhard Hoge (Brett 3). Er übersah in einer Kombination einen Gegenzug für den Gegner und musste darauf seine Partie aufgeben.
Eiine wilde Partie spielete Ralf Lutterbey (Brett 7). Lutterbey spielte gewohnt angriffslustig und gewann eine Qualität. Dafür bekam sein Gegner aber enormes Angriffsspiel, was normal wohl zum Sieg ausreichen sollte. Lutterbey konnte, bedingt durch einige ungenaue Züge seines Gegners den Druck abwenden und kam schließlich zu einem glücklichen Sieg.
Grundsolide spielte Daniel Henschen an Brett 8. Unserem Ersatzspieler gelang es beim Übergang von der Eröffnung ins Mittelspiel einen Bauern zu gewinnen. Das aufkommende Figurenspiel des Gegners konnte er kontrollieren und seinerseits seine Bauernmehrheit am Damenflügel nutzen und schließlich entscheidend einen Freibauern bilden, der nicht mehr aufzuhalten war. Ein schöner Punktgewinn für Saerbeck!
So sah es zwischenzeitlich gar nicht so schlecht aus für die Saerbecker. Umso überraschender kam dann die Niederlage von Andreas Fischer (Brett 5). Fischer lehnte dabei ein Remisangebot des Gegners ab und erspielte sich daraufhin eine bessere Stellung. Als er dann zum Angriff ansetzte und die Stellung öffnen wollte übersah er – ähnlich wie Hoge – einen Zwischenzug seines Gegners und musste seine Partie aufgeben.
So stand es nach 5 Partien 2,5-2,5. Lucas Kipp am Spitzenbrett gelang es zunächst mit Schwarz eine ausgeglichene Stellung gegen seinen nominell stärkeren Gegner zu erreichen. Im Mittelspiel wählte er allerdings den falschen Plan und gelang in Folge dessen immer mehr in Nachteil. Nach ca. 4 Stunden Spielzeit konnte er den Mattangriff des Gegners nicht mehr abwehren und musste in eine Niederlage einwilligen. Parallel gelang es Eike Hegemann (Brett 2) nicht, aus einer französischen Eröffnung entscheidenden Vorteil heraus zu spielen. In beiderseitiger Zeitnot übersah er vielleicht die einzige Möglichkeit in Vorteil zu kommen. So einigte er sich durch dreifache Stellungswiederholung mit seinem Gegner auf Remis.
Beim Stand von 3-4 musste Jens Waltermann (Brett 4) schon gewinnen um die Saerbecker Niederlage noch abwenden zu können. Waltermann, der zunächst optisch gut aus der Eröffnung herauskam wählte im Mittelspiel dann einen falschen Plan. Infolge dessen opferte er für einen Angriff einen Bauern, kam aber nicht in Vorteil. Nach 5 Stunden Spielzeit war dann die 3-5 Niederlage der Saerbecker besiegelt. Insgesamt eine ärgerliche und vermeidbare, aber durchaus auch verdiente Niederlage für die Saerbecker. Im Dezember müssen nun beim SV Heiden die ersten Punkte eingefahren werden.